TSV Betzingen e.V. 1889

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SK Rapid Wien gewinnt zum 2. Mal den Betzi-Cup

Mit einem 4:0-Sieg über Hertha BSC Berlin holte sich der SK Rapid Wien den Betzi-Cup 2015.

Am 28. und 29. November fand in der Betzinger Sporthalle das 18. Internationale U12-Jugendturnier um den Betzi-Cup statt. In bewährter Weise zelebrierten 26 Mannschaften aus der Region und den Nachwuchsteams aus dem Profifußball „Vollgas-Fußball“ innerhalb der Rundumbande. Vor vollbesetzten Zuschauerrängen konnten die Teams aus der Region zwar in der Vorrunde keinem Großverein ein Bein stellen, aber zumindest das eine oder andere Mal ins Schwitzen bringen. Mit überraschenden 1:0-Führungen von Ohmenhausen gegen VfB Stuttgart (1:6), FSV Bissingen gegen SK Slavia Prag (1:3), TSV Gomaringen gegen VfB Stuttgart (1:6) und Bayern München (1:7) rüttelten die jeweiligen Gegner wach. Das ein 0:1-Rückstand die regionalen Teams nicht einschüchtert, zeigten Sondelfingen gegen Hertha (1:6), Pfullingen gegen Stuttgarter Kickers (1:5) und SG DeSi gegen Leverkusen (1:4), die den Ausgleich markieren konnten, dennoch am Ende ihr Spiel verloren. Bemerkenswert die SG Degerschlacht/Sickenhausen erzielte ihr einziges Tor im Turnier gegen Bayer 04 Leverkusen. Nachdem der SSV Reutlingen trotz einer 1:0-Führung ihr Spiel gegen FC Basel mit 3:1 verloren, konnten sie den RB Leipzig mit den 1:1-Ausgleichstreffer den einzigen Punktverlust der Leipziger in der Vorrunde abluchsen.

Mädchen und Fußball früher undenkbar - doch in diesem Turnier keine Ausnahme. Mit Filiz Sentürk (SV Ohmenhausen), Sophia Mizamidis (TSV Sondelfingen) und Vanessa Bauer (TSG Münsingen) spielten diesmal gleich drei Mädchen beim Betzi-Cup mit. Und am Sonntag vertrat Isabel DiMarco das weibliche Geschlecht als Schiedsrichterin.

In der Vorrunde konnten unsere Betzis überzeugen. Während sich der TSV Betzingen II mit einem Sieg über den SV Ohmenhausen den vierten Tabellenplatz in der Gruppe C sicherte, musste unsere erste Garnitur nach Siegen über Mössingen (2:1) und Münsingen (4:0) ein ärgerliches 1:1-Unentschieden gegen den SSV Reutlingen hinnehmen. Für den  Einzug in die Zwischenrunde fehlten unserem TSV Betzingen I die notwendige Kraft und Kondition um gegen FC Basel (0:6) und RB Leipzig (5:1) zu bestehen.
Nach Abschluss der Vorrunde konnte sich der SSV Reutlingen als Vertreter der Region für die Zwischenrunde qualifizieren.

Am Sonntag zündete der SSV Reutlingen gegen Bayer 04 Leverkusen ein regelrechtes Feuerwerk ab und gewann überraschend das Eröffnungsspiel der Zwischenrunde mit 4:1. Mit einem Lattenschussfestival kamen der SSV Reutlingen gegen den VfB Stuttgart nicht über eine 0:0 hinaus. Eine klare 2:0-Führung über den späteren Turniersieger Rapid Wien reichte dem SSV Reutlingen nicht, der 15 Sekunden vor dem Ende das 2:2 hinnehmen musste. Während der 1:1-Ausgleich gegen die Kickers zum Punktgewinn reichte, zogen die Reutlinger im vorherigen Spiel gegen RB Leipzig mit 1:2 den Kürzeren und erreichten den 4. Tabellenplatz in der Gruppe A.
Nachdem der SK Slavia Prag in der Zwischenrunde einige Spiele knapp verlor, wurde in der Endrunde das Spiel um Platz 11 gegen den RB Leipzig mit 2:0 gewonnen. Der Titelverteidiger FC Bayern München konnte in der Zwischenrunde nicht mehr an die souveränen Vorrunde (35:2 Toren / 12 Punkten) des Vortages anknüpfen und musste sich im Spiel um Platz 9 gegen die Stuttgarter Kickers mit 0:1 geschlagen geben.
In spannenden Halbfinalbegegnungen bezwang der SK Rapid Wien die Teufel vom Betzenberg mit 3:2, während die Hertha aus Berlin mit 3:1 dem VfB Stuttgart das Nachsehen gab. Das Spiel um Platz 7 entschied der SSV Reutlingen gegen den TSV 1860 München mit 1:0 für sich. Den 5. Platz teilen sich Bayer 04 Leverkusen und der FC Basel nach regulärer Spielzeit beim Stand von 2:2.
In einem temporeichen Spiel um Platz 3 führte der 1. FCK mit 2:0, ehe der VfB am Ende das Spiel mit 3:4 für sich entscheiden konnte.

Im Finale des 18. Betzi-Cups bezwang der SK Rapid Wien die Hertha aus Berlin mit 4:0.
Unter der Leitung des Bundesliga-Schiedsrichters Knut Kircher gingen die Wiener in der zweiten Spielminute durch Simon Messeritsch schnell in Führung. Drei Zeigerumdrehungen später erhöhte Dominik Vince auf 2:0. Nach einem Doppelschlag durch Felix Nachbagauer in der 7. und 9. Spielminute zum 4:0-Endstand sicherten sich die Wiener den Turniersieg.


Die Fußballabteilung des TSV Betzingen bedankt sich recht herzlich bei allen Helfern und Sponsoren, ohne die ein solches Turnier nicht möglich wäre. Ein besonderer Dank gilt den Turniersponsoren Volksbank Reutlingen und Uhlsport, ohne ein solches Turnier finanziell nicht zu stemmen wäre. Des weiteren gilt ein besonderer Dank Frau Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, der Stadt Reutlingen, dem Bezirksbürgermeister Thomas Keck, der Vorstandsschaft des TSV Betzingen, allen anderen Abteilungen des TSV Betzingen, die ihren Trainings- und Spielbetrieb in den Sporthallen für das Turnier zurückstellten und Joachim Floten, dem Hausmeister der Hoffmannschule, der wieder mit Rat und Tat zur Seite stand. Nicht vergessen der Dank an die teilnehmenden Mannschaften aus der Region, die nicht nur die Spieler der Großvereine als Gastkinder bei sich aufgenommen haben, sondern auch mit ihren Fanunterstützungen zum Turniererfolg beigetragen haben.

… und zum Schluß noch Turnieranekdoten:

Immer wieder gerne beim Turnier
Nach dem Turniersieg meinte Rapid-Trainer Gerd Bauer „zum 8. Mal in Betzingen – man kommt immer wieder gerne“. Von seinen acht Teilnahmen schloss sein Team fünf Mal auf dem „Stockl“ ab, dabei zwei Mal als Turniersieger.

Gelebter Fairplay während des gesamten Turniers
bei Vorrunde: Nach der bitteren 11:0-Niederlage schlichen die Betzinger Spieler in ihre Kabine. Die VfB Trainer trösteten die an ihnen vorbeilaufenden Geschlagenen mit "Kopf hoch!"

bei Mannschaftsvorstellung: Während der Mannschaftsvorstellung der Teilnehmer überreichte Trainer Daniel Heidemann vom FC Bayern München) Leo Waurick (TSV Betzingen) ein Geschenk, weil seine Familie wegen eines erkrankten FCB-Spielers im letzten Jahr als Gastfamilie nicht berücksichtigt werden konnte.

bei Zwischenrunde: Nach einer packenden Partie zwischen dem SSV Reutlingen und Rapid Wien, in dem Rapid 15 Sekunden vor Schluss den 2:2-Endstand markierte, ging der SSV Trainer Sentürk in die Kabinen der Wiener und beglückwünschte sie zu deren Aufholjagd.

Nur kulinarisch was vom Turnier mitgenommen
Alexander Kade (Spielerpapa eines Hertha BSC Berlin Spielers) kam auf den Tipp seiner Ehefrau zum Turnier. Sie war vor 5 Jahren beim Turnier als Hertha BSC Berlin gewann und fasziniert von der tolle Atmosphäre des Turniers war. Vor der Anreise zum Turnier dachte er, sie hätte dies nur in der Euphorie des Turniersieges gesagt. Er wurde eines besseren belehrt und hat die Reise zum Turnier nicht bereut. Auch kulinarisch sei die Region eine Reise wert, meinte er. Die schwäbischen Spezialitäten Maultaschen und Saure Kutteln mit Bratkartoffel haben ihn wohl überzeugt. Für den Turniersieg reichte es zwar für Hertha BSC Berlin nicht, dennoch konnten die Berliner Gäste wenigstens die kulinarischen Genüsse der Schwäbischen Küche mit nach Hause nehmen.

Endergebnisse vom 18. Betzi-Cup
Spiel um Platz 11
RB Leipzig - SK Slavia Prag 0:2

Spiel um Platz 9
Stuttgarter Kickers - FC Bayern München 1:0

Halbfinale
SK Rapid Wien - 1. FC Kaiserslautern 3:2
VfB Stuttgart - Hertha BSC Berlin 1:3

Spiel um Platz 7
SSV Reutlingen - TSV 1860 München 1:0

Spiel um Platz 5
Bayer 04 Leverkusen - FC Basel 2:2

Spiel um Platz 3
1. FC Kaiserslautern - VfB Stuttgart 3:4

Finale
SK Rapid Wien - Hertha BSC Berlin 4:0