Vergangenen Sonntag war die zweite Mannschaft des TSV Betzingen zu ihrem ersten Auswärtsspiel in Altensteig zu Gast.

Durch einen strukturierten Angriff und eine gut kommunizierende Abwehr konnte man zu Beginn mit 2:4 in Führung gehen. Leider schlich sich eine latente Hektik im Angriff ein, die es Altensteig ermöglichte, gleichzuziehen. Es folgte ein Schlagabtausch auf Augenhöhe (10:10 nach 18 Minuten). Da Altensteig immer wieder im Zentrum durchbrach und sich dadurch einen 2-Tore-Vorsprung erspielte, stellte Trainer Jens Demel die Abwehr um. Nach einer kurzen Phase der Eingewöhnung gelang es auch, diese zu stabilisieren. Doch ein zu inkonsequentes Spiel im Angriff machte es unmöglich, den Rückstand bis zur Halbzeit aufzuholen; man trennte sich zur Pause mit 16:13.
Nach Wiederanpfiff zeigte sich eine tiefe Diskrepanz in der Leistung der Abwehr und des Angriffs. Während man hinten Ball um Ball eroberte und die Auftakthandlungen von Altensteig erfolgreich störte, warf man vorne die Bälle im wahrsten Sinne des Wortes fort. Technische Fehler, fehlende Ruhe und überstürztes nach vorne Preschen verminderten die Durchschlagskraft der Offensive signifikant. So lief man auch noch fünf Minuten vor Schluss einem 2-Tore-Rückstand hinterher (30:28). Trotz Überzahl schaffte man es nicht, Angriffe bis zur klaren Torgelegenheit auszuspielen. Nach dem 31:29 brach die Konzentration auch in der Abwehr ein, wodurch das Spiel schließlich 34:29 für Altensteig endete. Obgleich man in der Abwehr streckenweise dem Gegner die Luft aus den Segeln nahm, belohnte man sich im Angriff dafür nicht.

Bester Spieler aus Betzingen war Valentin Pavlović, der mit Agilität, Spielintelligenz und technisch einwandfrei ein glanzvolles Spiel an den Tag legte und 13 Tore erzielte.

Es spielten unter Trainer Jens Demel:

Niclas Lohan (T), Lionel Kleber (2), Johannes Wenke (1), Pluem Saengchan, Franz Schaller, Marvin Sauer, Daniel Schmitz (5), Valentin Pavlović (13), Marco Mader-Mendes, Benjamin Schmitz, Julien Flad (1), Emanuel Pavlović (6) und Benjamin Klose (T).

Bericht: Julien Flad
Foto: Ralf Klotzbier