Der TSV Betzingen musste sich am Samstagabend beim TSV 1848 Bad Saulgau mit 20:27 (6:13) geschlagen geben. Die rund 500 Zuschauer in Bad Saulgau bekamen wahrlich keinen handballerischen Leckerbissen zu sehen, am Ende gab jedoch die deutlich bessere Chancenverwertung der Gastgeber den Ausschlag.
Die Anfangsphase verlief zunächst ausgeglichen. Beide Mannschaften taten sich schwer, klare Aktionen herauszuspielen, sodass nach 15 Minuten beim Stand von 4:4 noch alles offen war. In der Folge leistete sich Betzingen jedoch eine schwache Phase, die die Gastgeber konsequent auszunutzen wussten und sich mit einem 7:0-Lauf absetzen konnte. Mit einer deutlichen 13:6 ging es in die Halbzeitpause – ein Rückstand, von dem sich die Gäste nicht mehr erholen sollten.
Nach dem Seitenwechsel zeigte der TSV zumindest Moral. Die Abwehr stand phasenweise stabiler, das Spiel wurde ausgeglichener und die zweite Halbzeit ging insgesamt unentschieden aus. Dennoch gelang es Betzingen nicht mehr, den Abstand entscheidend zu verkürzen, sodass Bad Saulgau den Vorsprung souverän verwaltete und den Heimsieg ins Ziel brachte.
Dabei war die Partie alles andere als einseitig und von vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten geprägt – Bad Saulgau leistete sich 19 Ballverluste, Betzingen zwölf. Ausschlaggebend war jedoch nicht die Fehleranzahl, sondern die Chancenverwertung: Während die Gastgeber effizient abschlossen, scheiterte der TSV zu oft und machte den gegnerischen Torhüter mit einer Wurfquote von unter 40 Prozent sowie vier vergebenen Siebenmetern unfreiwillig zum Matchwinner
Nach der neunten Saisonniederlage steht für den TSV Betzingen das nächste schwere Spiel an: Übernächsten Samstag um 19:00 Uhr empfängt man den Tabellenfüher HV Rot-Weiß Laupheim in der heimischen Halle – mit dem klaren Ziel, eine Reaktion zu zeigen.
Es spielten unter den Trainern Jens Demel und Chris Kern:Loris Steinhart (6/2), Sören Elser (2), Fabio Geldreich (2), Leopold Heinzmann (2), Kai Kussmann (2), Kjell Widmer (2), Luca Kriz (1), Tobias Lawitschka (1), Ingo Sotirov (1), Hannes Stotz (1), Timo Eglauer, Niclas Lohan, Noah Schlotterbeck, Johannes Wenke