Torflut in Betzingen – TSV unterliegt dem Tabellenführer
Der TSV Betzingen musste sich am Samstagabend dem HV Rot-Weiß Laupheim vor heimischem Publikum mit 37:46 (21:23) geschlagen geben.
Vor rund 300 Zuschauern entwickelte sich eine torreiche Partie, in der Betzingen eine Halbzeit lang gut mithielt, dem hohen Niveau des Ligaprimus über 60 Minuten jedoch nicht standhalten konnte.
Die Gastgeber zeigten vor allem offensiv eine ansprechende Leistung.
Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit hohem Tempo und schnellen Abschlüssen auf beiden Seiten. Mit dem 21:23-Pausenstand war weiterhin alles möglich.
Allerdings schwächte sich Betzingen kurz vor der Halbzeit selbst: In der 30. Minute sah Loris Steinhart die Rote Karte.
In der Defensive fand der TSV über weite Strecken keinen Zugriff. Die Distanz in den Zweikämpfen stimmte nicht, zudem rückte man gegen die individuell starken Eins-gegen-eins-Spieler der Laupheimer zu spät oder nicht konsequent genug heraus. Auch die Betzinger Torhüter kamen diesmal nicht entscheidend ins Spiel.
Während Betzingen im ersten Durchgang technische Fehler weitgehend vermeiden konnte, häuften sich diese nach dem Seitenwechsel deutlich. Laupheim nutzte jeden Ballverlust eiskalt, agierte mit hoher Effektivität und einer beeindruckender Wurfquote von 83 Prozent. So setzte sich der Tabellenführer bis zur Mitte der zweiten Halbzeit auf sieben Tore ab und baute den Vorsprung in der Schlussphase weiter aus.
Youngster Carlo Pyschik, der nach längerer Pause sein Comeback feierte, ordnete die Partie ehrlich ein: „In der ersten Halbzeit waren wir voll drin, aber nach der Pause haben wir zu viele einfache Fehler gemacht. Gegen so eine Mannschaft wird das sofort bestraft."
Die Partie erinnerte stark an das Hinspiel: Eine Halbzeit lang konnte Betzingen mithalten, doch Laupheim hielt das Tempo und die Qualität konstant hoch – abgeklärt, effizient und mit der Souveränität eines Spitzenreiters. Am Ende stand eine deutliche Niederlage, auch wenn die offensive Ausbeute mit 37 Treffern durchaus positiv zu bewerten ist.
Nächste Woche trifft der TSV auswärts auf den Tabellenzweiten TSV Bartenbach – die Rollen sind dort klar verteilt.
Es spielten unter Jens Demel, Chris Kern und Christian Kirchmann:Luca Kriz (10), Tobias Lawitschka (5/5), Loris Steinhart (4), Kjell Widmer (4), Sören Elser (2), Fabio Geldreich (2), Kai Kussmann (2), Carlo Pyschik (2), Noah Schlotterbeck (2), Ingo Sotirov (2), Hannes Stotz (1), Robin Strifler (1), Julian Goldstein, Tom Gross, Niclas Lohan, Johannes Wenke












